Niedersachsen

Ex-JVA-Mitarbeiterinnen wegen Urkundenfälschung verurteilt

Zwei ehemalige Mitarbeiterinnen der JVA Rosdorf bei Göttingen sind wegen Urkundenfälschung zu Bewährungs- und Geldstrafen verurteilt worden. Die Frauen im Alter von 27 und 29 Jahren sollen unter anderem gemeinsam ein beschlagnahmtes Handy auf Werkseinstellungen zurückgesetzt haben, urteilte am Montag das Amtsgericht Göttingen. Ob dadurch auch Beweismaterialien für kinderpornografisches Material gelöscht wurden, wie es zunächst in der Anklage hieß, konnte vor Gericht nicht geklärt werden.

Von dpa
12. Dezember 2022
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Eine Figur der blinden Justitia.

Eine Figur der blinden Justitia.

Foto: Sonja Wurtscheid/dpa/Symbolbild

Das Handy fanden Mitarbeiter der JVA im September 2020 bei einem 29 Jahre alte Mann, der wegen sexuellen Missbrauchs des Kindes seiner Ex-Frau eine Haftstraße absaß. Der Mann ist inzwischen mit einer der beiden verurteilten Frauen verheiratet. Um die Beziehung zu dem Mann zu verheimlichen, soll ihre Mittäterin die Verplombung des beschlagnahmten Handys geöffnet und das Handy zurückgesetzt haben. Die heutige Ehefrau des damaligen Inhaftierten soll zudem den zugehörigen Durchsuchungsbericht entsprechend gefälscht haben.

Die Ehefrau das damaligen Inhaftierten wurde wegen Siegelbruchs und Urkundenfälschung zu einer Bewährungsstrafe von neun Monaten sowie zu einer Zahlung von 2400 Euro an die Stiftung Opferschutz Niedersachsen verurteilt. Die Mittäterin wurde einer Geldstrafe von 120 Tagessätzen zu je 50 Euro verurteilt.

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