Niedersachsen

Feuerwerksverkauf auch in Niedersachsen und Bremen gestartet

Im Norden kann es in der Silvesternacht wieder ordentlich krachen, denn in diesem Jahr gibt es nach zwei Jahren Corona-Pause wieder Feuerwerk zu kaufen. Einige Schutzmaßnahmen sollten aber beachtet werden, warnen Experten.

Von dpa
29. Dezember 2022
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Eine angezündete Silvester-Rakete steckt im Boden.

Eine angezündete Silvester-Rakete steckt im Boden.

Foto: Patrick Pleul/dpa-tmn/dpa/Symbolbild

Raketen, Böller, Batterien: In diesem Jahr wird der Himmel in der Silvesternacht mit Sicherheit wieder bunt leuchten, denn am Donnerstag ist der Feuerwerksverkauf auch in Niedersachsen und Bremen gestartet. Nach zwei Jahren pandemiebedingtem Verkaufsverbot können sich Pyro-Liebhaber wieder bis Samstag mit Feuerwerkskörpern auf den Jahreswechsel vorbereiten. Auch aus dem Nachbarland ist das Interesse groß - viele Niederländer kamen für den Feuerwerkskauf extra nach Niedersachsen. In einem Geschäft nahe der Grenze hatten viele Kunden aus den Niederlanden sogar Pyrotechnik vorbestellt.

Mit ein paar Einschränkungen müssen sich Feuerwerk-Begeisterte trotz gelockerter Silvesterregeln jedoch arrangieren: Einige Städte haben für Zonen, in denen sich viele Menschen aufhalten, ein Böllerverbot beschlossen. In Hannovers Innenstadt soll das Mitführen und Abbrennen von Silvesterfeuerwerk von 20.00 Uhr bis 3.00 Uhr am Neujahrsmorgen nicht erlaubt sein, wie die Stadtverwaltung mitteilte. Die Stadt begründete diese Entscheidung mit der hohen Verletzungsgefahr, wodurch die Polizei am Silvesterabend immer enorm ausgelastet sei.

Gleiches gilt für die Göttinger Innenstadt, die das Verbot bereits seit 2016 jährlich beibehält. Damit sollen nicht nur Menschen, sondern auch die mittelalterliche Bausubstanz der Innenstadt geschützt werden, sagte ein Stadtsprecher. In Städten mit viel Fachwerk sei es besonders gefährlich, denn die Gebäude seien durch ihre Bauweise anfällig für Feuer. Bei eng zusammenstehenden und verschachtelten Häusergassen gestalte sich das Löschen von Bränden durch unglücklich gelandete Feuerwerkskörper besonders schwierig, hieß es aus Göttingen.

Auch im Norden - etwa in Emden, Bremerhaven und Bremen - gibt es in einigen Zonen in der Silvesternacht ein Feuerwerksverbot. „Verstöße können mit einer Geldbuße von bis zu 5000 Euro geahndet werden“, teilte die Polizei Bremen mit. Sie stelle sich abermals auf eine einsatzreiche Nacht ein.

Niedersachsens Sozialministerin Daniela Behrens (SPD) mahnte zur Vorsicht, mit Feuerwerkskörpern dürfe nicht leichtfertig umgegangen werden. Auch die Johanniter warnen vor dem Umgang mit der Pyrotechnik: „Zu den häufigsten Verletzungen zu Silvester zählen Verbrennungen und andere Verletzungen an den Händen bis zum Verlust von Fingern“, warnten die Johanniter.

Sollte es zum Unfall mit Raketen und Böllern kommen, raten die Johanniter dazu, Brandwunden kurz mit Leitungswasser - auf keinen Fall mit Eis oder Schnee - zu kühlen. „Puder oder Salben gehören ebenfalls nicht auf offene Wunden“, sagte Thorsten Ernst vom Landesverband Niedersachsen und Bremen. Die Wunden sollten mit einer nicht klebenden sowie keimfreien Wundauflage verbunden werden. Zudem sei es ratsam, die Ohren mit Ohrstöpsel und Augen mit Schutzbrillen zu schützen.

Neben den Gefahren für Menschen ist die Silvesternacht auch besonders für Tiere und Umwelt belastend. Viele Tiere wie Hunde, Katzen und Vögel können den Lärm der gezündeten Feuerwerkskörper nur schwer ertragen. Auch Wildtiere werden um Mitternacht aus ihrem Rhythmus gebracht. Die Staubbelastung und der anfallende Müll schädigten zudem der Umwelt. Der Nabu Niedersachsen bittet daher um Rücksicht und Vorsicht in der Silvesternacht.

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