Niedersachsen

Weitere zwei Geldautomaten in Niedersachsen gesprengt

Niedersachsen hat 2022 eine Rekordzahl von Sprengstoffangriffen auf Geldautomaten erlebt. Kurz vor Jahresende kommen noch zwei Fälle dazu.

Von dpa
30. Dezember 2022
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Ein gesprengter Geldautomat.

Ein gesprengter Geldautomat.

Foto: Matthias Balk/dpa/Symbolbild

Geldautomatensprenger haben kurz vor Jahresende erneut in zwei niedersächsischen Städten zugeschlagen. Die Tatorte in der Nacht auf Freitag waren Braunschweig und Verden. In Braunschweig gingen die unbekannten Täter leer aus. „Geld konnten sie nicht mitnehmen“, sagte ein Polizeisprecher. Es sei niemand verletzt worden. Um 3.30 Uhr war dem Sprecher zufolge ein Anwohner im Stadtviertel Heidberg von einem lauten Knall wach geworden. Der Zeuge sah noch zwei Maskierte davonrennen und verständigte die Polizei. Trotz sofort eingeleiteter Fahndung hätten die Flüchtigen bislang nicht gefasst werden können, sagte der Sprecher. Bei der Suche kam auch ein Polizeihubschrauber zum Einsatz.

In Verden wurde gegen 4.20 Uhr ein Geldautomat im Eingangsbereich eines Supermarktes gesprengt. Nach Polizeiangaben bemerkten Mitarbeiter den Vorfall und setzten einen Notruf ab. Zwei dunkel gekleidete Männer seien mit ihrem Auto zur nahe gelegenen Autobahn 27 geflüchtet. Auch in Verden wurde den Angaben nach niemand verletzt, es sei aber Sachschaden von mehreren Zehntausend Euro entstanden. Zur möglichen Beute der Täter wurden keine Angaben gemacht. Der Supermarkt durfte erst nach einer Überprüfung seiner Standfestigkeit wieder für Kunden öffnen.

Geldautomaten-Sprengungen beschäftigen die Ermittler immer wieder. Im Jahr 2021 waren in Niedersachsen 55 Mal Geldautomaten gesprengt worden. In diesem Jahr wurden landesweit bereits mehr als 60 Fälle bis Anfang Dezember gezählt. Das war laut Landeskriminalamt eine Rekordzahl. Das Innenministerium fordert bessere Schutzvorkehrungen der Banken. Diese weisen die Kritik zurück.

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