Niedersachsen

Glockenpalast in Gifhorn soll Motorradmuseum werden

Der Glockenpalast in Gifhorn galt einst als ein Anziehungspunkt für die ganze Region. Lange Zeit entsprachen die Besucherzahlen aber nicht den Erwartungen und die Zukunft schien ungewiss. Jetzt gibt es eine neue Perspektive.

Von dpa
13. Dezember 2022
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Der Glockenpalast in Gifhorn.

Der Glockenpalast in Gifhorn.

Foto: Moritz Frankenberg/dpa/Archivbild

Nach langer Ungewissheit gibt es für den Gifhorner Glockenpalast wieder eine Perspektive: Bis zur neuen Saison im Frühjahr soll darin ein Motorradmuseum entstehen. Das ging aus einer Vorlage für den Gifhorner Stadtrat am Montag hervor. „Die Vertragsunterschrift ist für Mittwoch geplant“, sagte der künftige Betreiber, Horst Edler, der Deutschen Presse-Agentur.

Mit dem 63-Jährigen aus Leiferde soll ein Betreibervertrag über zehn Jahre plus Verlängerungsoptionen geschlossen werden. „Das wird ein Touristenmagnet“, hofft Edler. Ihm zufolge handelt es sich um ein Projekt, das den internationalen Vergleich nicht scheuen muss. Über die ambitionierten Pläne hatte schon die „Braunschweiger Zeitung“ berichtet.

In der Vergangenheit war der Glockenpalast in den Schlagzeilen, weil er für fast fünf Millionen Euro zum Verkauf stand, ohne dass sich ein Käufer fand. Seit Anfang des Jahres gehört das Areal, auf dem sich auch das Internationale Mühlenmuseum befindet, der Stadt. Nach dem Kauf für mehr als zwei Millionen Euro erhofft sich die Verwaltung nun wieder ein Aushängeschild mit Anziehungskraft über die Gifhorner Region hinaus.

Das 1980 gegründete Mühlenmuseum galt einst als ein überregionaler Besuchermagnet und zählte laut dem bisherigen Eigentümer kurz nach Eröffnung 2013 zeitweise mehr als 250.000 Gäste jährlich. Schon 2015 berichtete er aber, dass nur noch etwa 60.000 Besucher im Jahr kämen. Auf dem Gelände konnten bisher unter anderem 14 Wind- und Wassermühlen, eine russische Basilika, eine Glockengießerei und eben der Glockenpalast, besichtigen werden. Den Grundstein für den imposanten Bau hatte 1996 der frühere Präsident der Sowjetunion Michail Gorbatschow gelegt.

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