Niedersachsen

Hannoversche Kinderkliniken fordern personelle Entlastungen

Hannover (dpa/lni) Im Zuge der akuten Welle von Atemwegsinfekten bei Kindern fordern die hannoverschen Kinderkliniken und die Region Hannover personelle Entlastungen. Ein Schritt könne das Herunterfahren von bürokratischen Arbeiten bis zum Frühjahr sein. „30 Prozent ihrer Zeit verbringen Pflegekräfte, Ärzte und Ärztinnen am Computer“, sagte der Direktor des Zentrums Kinderchirurgie der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH), Benno Ure, am Donnerstag. Der Appell richte sich vor allem an das Land Niedersachsen und die Krankenkassen. „Angesichts der Notlage in den Intensivstationen müssen wir andere Prioritäten setzen“, so Ure.

Von dpa
8. Dezember 2022
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Ein Pfeil weist den Weg zur Notaufnahme eines Krankenhauses.

Ein Pfeil weist den Weg zur Notaufnahme eines Krankenhauses.

Foto: Julian Stratenschulte/dpa/Symbolbild

Agnes Genewein aus dem Vorstand der Stiftung Hannoversche Kinderheilanstalt rief die anderen Kliniken in der Region dazu auf, Pflegepersonal kurzfristig zur Verfügung zu stellen. Dies sei nötig, auch wenn dadurch andere geplante Eingriffe abgesagt oder verschoben werden müssten. „Unsere Kapazitätsgrenzen sind längst überschritten, wir brauchen jede Hand“, so Genewein.

Regionspräsident Steffen Krach traf sich mit den Trägern aller Kliniken, um eine bessere Vernetzung untereinander aufzubauen. „Es kann und darf nicht sein, dass schwerkranke Kinder wieder nach Hause geschickt werden, weil die Kapazitäten erschöpft sind“, sagte Krach.

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