Hamburg & Schleswig-Holstein

Abrissarbeiten auf A7 im Plan: Vollsperrung bis Montagmorgen

Nördlich des Hamburger Elbtunnels entsteht ein weiterer Tunnel. Er soll die Anwohner vor dem Lärm der künftig achtspurigen Autobahn schützen. Nach Aufhebung einer fast viertägigen Vollsperrung können Autofahrer ab Montag erste Elemente des neuen Bauwerks sehen.

Von dpa
19. November 2022
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Bagger, Kräne und weitere Baufahrzeuge arbeiten an Brücken über die A7.

Bagger, Kräne und weitere Baufahrzeuge arbeiten an Brücken über die A7.

Foto: Jonas Walzberg/dpa

Die Bauarbeiten auf der voll gesperrten A7 in Hamburg sind bis Sonntag wie geplant vonstattengegangen. Eine Sprecherin der Autobahn GmbH Nord sagte, sie sei optimistisch, dass die Vollsperrung zwischen Hamburg-Heimfeld und -Volkspark wie geplant bis 5.00 Uhr am Montag freigegeben werden könne. Drei Brücken nördlich des Elbtunnels waren bis Sonntagmittag bereits weitgehend abgerissen. In Hamburg-Othmarschen wurden 34 Betonteile zusammengebaut, die ein Element des künftigen Lärmschutztunnels Altona bilden. In Bahrenfeld ließ die Projektgesellschaft Deges eine provisorische Ersatzbrücke für Radfahrer und Fußgänger aufstellen.

Die Vollsperrung der Autobahn verursachte auch am Samstag und Sonntag kaum längere Staus. Es gebe keine größeren Auswirkungen, sagte eine Sprecherin der Verkehrsleitzentrale. Der überregionale Verkehr zwischen Hannover und Flensburg sollte die am Donnerstagabend eingerichtete Vollsperrung großräumig über die A1 (Bremen-Lübeck), A21 (Bargteheide-Bad Segeberg) und die B205 (Bad Segeberg-Neumünster) umfahren. Innerstädtisch führten die Umleitungen über die Elbbrücken. Die A7 gehört zu den meistbefahrenen Autobahnen in Deutschland. Rund 120 000 Fahrzeuge passieren täglich den Elbtunnel.

Die drei Brücken mussten abgerissen werden, weil die Autobahn von sechs auf acht Spuren erweitert wird und im Bereich Altona den gut zwei Kilometer langen Lärmschutzdeckel bekommt. Südlich des Elbtunnels wird die Autobahn ebenfalls auf acht Spuren erweitert. Zu dem Projekt gehört auch die Erneuerung der Rampe am südlichen Ende des Elbtunnels. Außerdem entsteht bei Hamburg-Moorburg ein neues Autobahnkreuz, das die A7 mit der neuen A26 aus Niedersachsen verbinden wird.

Zwischen Hamburg-Waltershof und -Heimfeld verläuft die Autobahn auf etwa vier Kilometern über eine Brückenkonstruktion. Die beiden neuen Fahrspuren werden in die Lücke zwischen den beiden Richtungsfahrbahnen eingebaut. Am Wochenende wurden dafür mehrere Stahlträger eingesetzt. Zudem sei der Elbtunnel gewartet und mit neuer Videotechnik ausgestattet worden, sagte die Sprecherin der Autobahngesellschaft.

Eine weitere Vollsperrung der A7 ist zum Frühjahr geplant. Dann soll eine Brücke der Behringstraße in Hamburg-Othmarschen abgerissen werden. Zuvor muss jedoch die Straße auf das neue Tunnelelement verlegt werden. Die Bauarbeiten hatten sich an dieser Stelle wegen Problemen mit dem Untergrund verzögert.

Die Fertigstellung der ersten Tunnelröhre ist für Ende 2025 geplant. Von da an soll der gesamte Autobahnverkehr im Bereich Altona unter dem Betondeckel verschwinden. Ende 2028 soll der Tunnel komplett fertig sein. Zwei kürzere Lärmschutzdeckel wurden bereits 2019 in Hamburg-Schnelsen und 2021 in Hamburg-Stellingen in Betrieb genommen.

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