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Söderholm verlässt DEB - Wird Popiesch wieder zum Thema?

Eishockey-Bundestrainer Toni Söderholm verlässt die Nationalmannschaft mit sofortiger Wirkung und wechselt zum SC Bern. Als möglicher Nachfolger wird Thomas Popiesch genannt. Der Trainer der Fischtown Pinguins hat sich inzwischen dazu geäußert.

Toni Söderholm auf der Spielerbank

Toni Söderholm ist ab sofort nicht mehr Eishockey-Bundestrainer.

Foto: Vennenbernd/dpa

Der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) teilte am Mittwoch mit, dass Söderholm und eine Auflösung seines Vertrages gebeten hat. Dem sei der Verband nachgekommen. Der Finne wird Trainer beim SC Bern in der Schweiz. Söderholm hatte seinen Vertrag erst im Frühjahr bis 2026 verlängert, doch schon damals hatte er mit einem Engagement als Vereinstrainer geliebäugelt. Die Adler Mannheim waren ein Kandidat.

Der DEB wurde von der Personalie sichtlich überrumpelt und startet bei der Suche nach einem Nachfolger bei Null. Als Erstes solle ein Anforderungsprofil erstellt werden, um dann „mit der nötigen Sorgfalt und auch der nötigen Zeit diese wichtige Position“ zu besetzen, wie Sportdirektor Christian Künast sagte.

Namen möglicher Kandidaten wie die von Tobias Abstreiter (U20-Nationaltrainer), Marcel Goc (Co-Trainer Adler Mannheim) oder Thomas Popiesch (Fischtown Pinguins) wollte Künast, der die Suche federführend leitet, nicht kommentieren. Pinguins-Trainer Popiesch war schon im Frühjahr, als die ersten Gerüchte um Söderholms möglichen Abschied aufkamen, als Kandidat gehandelt worden. Der 57-Jährige hat bereits bei zwei Turnieren als Co-Trainer für den DEB gearbeitet. Wie damals beteuerte Popiesch im Gespräch mit der NORDSEE-ZEITUNG auch jetzt: „Der DEB ist für mich keine Option. Aber das hat nichts mit dem DEB zu tun, sondern mit Bremerhaven. Ich habe gesagt, dass ich bleibe so lange man mich haben will. Dazu stehe ich.“ Dass der Verband sich überhaupt auf Bundestrainer-Suche machen muss, habe ihn schon überrascht, so Popiesch. „Ich hätte eher vermutet, dass der Toni einen ähnlichen Weg geht wie Marco Sturm und in den NHL geht. Bern ist ein europäischer Topverein, keine Frage. Etwas überrascht hat es mich schon.“

Lars Brockbalz

Teamchef Sport

Lars Brockbalz, Jahrgang 1971, leitet die Sportredaktion der NORDSEE-ZEITUNG, bei der er 1999 nach seinem Studium der Sozialwissenschaften ein Volontariat absolviert hat. Nach sechs Jahren bei der Kreiszeitung Syke ist er seit 2009 wieder zurück in Bremerhaven. Er ist Experte für Eishockey und Fußball.

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