Zeven

2023 nächste Straßensperrung in Zeven

Wunsch und Wille des Rates der Stadt Zeven ist es, an der Kreuzung Südring/Scheeßeler Straße einen Kreisel bauen zu lassen. Den entsprechenden Beschluss fasste der Rat bereits vor rund sieben Jahren. Anfang 2023 soll es losgehen.

An der Einmündung in den Südring soll ein Kreisel gebaut werden.

Nach Ende des kommenden Winters sollen die Arbeiten zum Bau eines Kreisels an der Kreuzung Südring/Scheeßeler Straße beginnen.

Foto: Kratzmann

2016 hatten die Planungen zum Bau des Kreisels bereits beginnen sollen. Doch dann geriet die Stadt in finanzielle Probleme. Einer Haushaltssperre fielen mehrere Vorhaben zum Opfer. Alsdann geriet der Kreisel aus dem Fokus der Ratsmitglieder.

Erst im Zuge der Ausbauplanung für den Quabben, kam das Projekt wieder zur Sprache. Im Frühjahr 2019 griff der damalige SPD-Ratsherr Manfred Poburski das Thema in einer Bauausschusssitzung auf. Er erinnerte an den Beschluss zum Bau des Kreisels und forderte, das Vorhaben im Zuge der Quabben-Sanierung anzugehen.

Daraus wurde bekanntlich nichts - erstens, weil kein Geld eingeplant war, zweitens weil der Bau des Kreisels ein gesondertes Planfeststellungsverfahren erforderlich macht und drittens, weil der Verkehr bei zeitgleicher Sperrung des Quabbens und der Kreuzung Südring zum Erliegen gekommen wäre.

Wenn der Quabben saniert ist, geht es an den Kreisel

Daraufhin kamen die Gremien der Stadt überein, den Kreisel Südring/Scheeßeler Straße bauen zu lassen, wenn der sanierte Quabben für den Verkehr freigegeben ist. Das ist seit Ende 2021 der Fall, doch noch haben die Arbeiten am südlichen Ortsausgang Zevens nicht begonnen.

Die neuerliche Verschiebung ist auf den vorgezogenen Bau des Fahrbahnteilers am Kinder- und Jugendhaus an der Bäckerstraße zurückzuführen, den die Mitglieder des Zevener Stadtrats mit einer höheren Priorität versehen hatten als den Kreisel am Südring. Mit den Bauarbeiten parallel zu beginnen, verbot sich, denn zwei Ortseingänge zeitgleich zu sperren hätte einen Verkehrskollaps verursacht, so die Befürchtung im Zevener Rathaus.

Wenn der Frost aus dem Boden ist, kommen die Bagger

Vor Beginn der Sommerferien war der Fahrbahnteiler vor dem Kinder- und Jugendhaus fertig. Die Sperrung der Landesstraße nach Heeslingen ist Geschichte. Ist jetzt der Kreisel an der Reihe? Auf Nachfrage im Rathaus teilt Pressesprecher Christoph Reuther mit, dass die Straßenbauverwaltung derzeit die geforderte Prüfung der Planungen zum Bau des Kreisels durchführt sowie parallel die notwendige Ausschreibung vorbereitet. Es ist vorgesehen, die Ausschreibung im vierten Quartal 2022 zu veröffentlichen. „Der Baubeginn ist nach der kommenden Frostperiode geplant“, schreibt Reuther - also Anfang nächsten Jahres.

1 Kommentare
Lars Michaelsen

Ich bin entsetzt wie mit unseren Steuergeldern umgegangen wird! Der Fahrbahnteiler beim Jugendhaus ist so sinnvoll wie ein Kropf,da er nach meinem Eindruck von Fußgängern nur unzureichend genutzt wird! Auch sehe ich keinen Sinn in einem Kreisel,da es bei einer Fehlplanung, wie damals am Nordwestring, zu Problemen mit LKW mit Anhänger kommen kann! Wird bei der Ausschreibung diesmal das qualifizierteste Unternehmen, mit dem besten Preis -Leistungsverhältnis den Zuschlag erhalten? Die Baustelle Quabben dauerte gefühlte 12 Monate und legte große Teile Zevens lahm! Wo anders werden in 88 Stunden 4 Kilometer Autobahn neu verlegt! Da läuft in der Vertragsvergabe etwas falsch.
Würden die Ratsherren bei ihren privaten Bauprojekten genau so handeln?

14.08.202214:26 Uhr
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