Rotenburg

Hat Mutter aus Sottrum ihren Sohn verhungern lassen?

Musste ein Baby aus Sottrum im Mai 2019 sterben, weil die Mutter es zu wenig fütterte und zu spät zum Arzt ging? Seit Montag beschäftigt sich das Landgericht Verden mit der Frage, ob die Mutter für den Tod ihres Sohnes verantwortlich ist.

Eine Mutter auf der Anklagebank.

Eine Mutter auf der Anklagebank.

Foto: Wiebke Bruns

Der Anklagevorwurf lautet auf Körperverletzung mit Todesfolge. Ohne irgendeine Regung hörte sich die 34-jährige Mutter gestern an, was ihr die Staatsanwaltschaft Verden vorwirft. Drei Tage nach der Geburt ihres Sohnes habe sie am 30. April 2019 mit ihm die Klinik verlassen. „Zu Hause fütterte sie das Kind völlig unzureichend“, verlas die Staatsanwältin. Sechs mal 20 Milliliter täglich seien „offenkundig zu wenig“ gewesen. Dies habe die Mutter, die bereits weitere Kinder habe, gewusst. Doch sie habe deshalb weder den Kinderarzt noch die Klinik aufgesucht. Es sei auch nicht von ihr thematisiert worden, als sie zehn Tage nach der Geburt von einer Kinderärztin eine Salbe wegen einer Pilzinfektion der Mundschleimhaut (Mundsoor) verschrieben bekommen habe. Weil die Ärztin die Mutter kannte, soll sie bei diesem Termin das Kind ansonsten nicht weiter körperlich untersucht haben.
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