Zeven

Kirchturm der St.-Viti-Gemeinde ausgezeichnet

Die St.-Viti-Gemeinde in Zeven hat sich in den vergangenen Wochen große Mühe gegeben, ihren Kirchturm in einen artenfreundlichen Raum für Dohlen und Fledermäuse umzugestalten. Dafür gab es nun eine Auszeichnung - und Lob von einer Biologin.

Für besonderen Einsatz im Artenschutz erhält Pastor Martin Knapmeyer, stellvertretend für die St.-Viti-Gemeinde, von Bettina Schroeder (NABU) die Auszeichnung „Lebensraum Kirchturm“.

Für besonderen Einsatz im Artenschutz erhält Pastor Martin Knapmeyer, stellvertretend für die St.-Viti-Gemeinde, von Bettina Schroeder (NABU) die Auszeichnung „Lebensraum Kirchturm“.

Foto: Knapmeyer

Mit großem Engagement hat die St.-Viti-Gemeinde in Zeven in den vergangenen Wochen ihren Kirchturm für den Artenschutz hergerichtet. Nachdem die Unterstützung der NABU-Umweltpyramide und die finanzielle Förderung durch die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung gesichert waren, haben Ehrenamtler und Fachkräfte gemeinschaftlich den Kirchturm zu einem Lebensraum umgestaltet, in dem jetzt Dohlen brüten können und Fledermäuse Unterschlupf finden.

In den rundbogigen Schallfenstern des Glockenstuhls wurden Nistkästen für die Dohlen angebracht. Außerdem befinden sich nun in der neuen Vergitterung Durchlassöffnungen, genau groß genug für Fledermäuse, die im Turm ihre Quartiere für den Aufenthalt am Tag oder im Winter finden.

Biologin ist begeistert vom Ergebnis des Projekts

Bettina Schroeder, Biologin der NABU-Umweltpyramide Bremervörde, hat das Projekt begleitet und ist begeistert von dem Ergebnis: „Diese Aktion zeigt, dass Kirchtürme optimale Orte sein können, um für Vögel fehlende natürliche Bruthöhlen in Felsen oder Bäumen zu ersetzen. Und auch Fledermäusen können dort Schlafplätze und die Möglichkeit, ihre Jungen aufzuziehen, angeboten werden.“

Schon seit 15 Jahren wird die Tierwelt auf diese Weise unterstützt. Im Jahr 2007 wurde die Aktion „Lebensraum Kirchturm“ vom NABU und dem Beratungsausschuss für das deutsche Glockenwesen ins Leben gerufen. Kirchen, die sich in besonderer Weise für den Artenschutz einsetzen, werden mit einer Urkunde ausgezeichnet und erhalten eine Plakette, die sie an oder in ihrer Kirche anbringen können. „Diese Auszeichnung hat sich die St.-Viti-Gemeinde redlich verdient“, hat Bettina Schroeder nach Abschluss der Arbeiten Pastor Martin Knapmeyer mitgeteilt.

„Freuen uns, dass unser Einsatz gewürdigt wird“

„Wir freuen uns sehr, dass unser Einsatz so gewürdigt wird“, berichtet Martin Knapmeyer. „Sicher werden durch diese Auszeichnung noch weitere Kirchengemeinden auf die Möglichkeiten, etwas aktiv für den Artenschutz zu tun, aufmerksam.“ Oftmals ist der Einsatz für den Artenschutz mit Herausforderungen verbunden - wie Denkmalschutz, Erhalt des Glockenklangs und vieles mehr. Aber die Arbeit lohnt sich - das zeigt das hervorragende Ergebnis im „Lebensraum Kirchturm“ der Zevener St. Viti-Gemeinde. (pm/skw)

Redaktion

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