Bremerhaven

Neues duales Studium gegen den Fachkräftemangel

Der Fachkräftemangel gehört zu den größten Herausforderungen für das Handwerk. Um sie bewältigen zu können, brauchen die Handwerksunternehmen künftig noch mehr ausgebildete Mitarbeiter. Das Gleiche gilt für die Nachfolgefrage.

Ein Schwerpunkt bei dem neuen dualen Studium werden die modernen Klimaschutztechniken sein.

Ein Schwerpunkt bei dem neuen dualen Studium werden die modernen Klimaschutztechniken sein.

Foto: Grubitzsch/dpa

Mit neuartigem Angebot soll das Interesse von Jugendlichen an Gebäudetechnik und Klimaschutz geweckt werden. Entwickelt haben das duale Studium die Handwerkskammer Bremen, die Hochschule Bremerhaven und die Beruflichen Schulen für Metall- und Elektrotechnik am Schulzentrum Vegesack. Während des rund viereinhalb Jahre dauernden Studiums durchlaufen die Teilnehmer eine komplette Berufsausbildung zum Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik (SHK) und erwerben einen Bachelor-Abschluss.

Mit dem neuen Angebot möchten die Kooperationspartner ein praxisnahes Angebot für technisch interessierte junge Menschen mit allgemeiner Hochschulreife oder Fachhochschulreife schaffen. „Wir wollen leistungsorientierte junge Leute, die sich sonst eventuell für ein reines Hochschul- oder Universitätsstudium entscheiden würden, ansprechen“, sagt Basem Khan, Vorstandsmitglied der Handwerkskammer Bremen. „Nach wie vor haben zu wenig Abiturienten das Handwerk auf dem Radar. Mit dem dualen Studium möchten wir dazu beitragen, dass sich das ändert.“

Während der gesamten Ausbildung soll der beruflichen Praxis ein hoher Stellenwert zukommen. Das zeigt unter anderem die Tatsache, dass die dual Studierenden mehr als 50 Prozent der Werktage in ihren Ausbildungsbetrieben sein werden. Während des ersten Ausbildungsjahres verbringen sie sogar mehr Zeit im Betrieb als ihre Kolleginnen und Kollegen in der regulären Ausbildung. Allerdings besuchen sie eine eigene Berufsschulklasse. „Gerade im zweiten und dritten Ausbildungsjahr ist die Menge des Lernstoffs durch die Kombination mit den Vorlesungen an der Hochschule hoch. Deshalb wird das Lerntempo in der Berufsschule höher sein“, sagt deren Abteilungsleiter für duale Bildungsgänge, Frank Marshall.

Dass die Praxis im dualen Studium eine zentrale Rolle spielt, betont auch Prof. Uwe Werner von der Hochschule Bremerhaven. „Unsere Labore sehen im Prinzip genauso aus wie die technischen Unterrichtsräume in der Berufsschule oder bei den überbetrieblichen Lehrgängen im Kompetenzzentrum der Handwerkskammer. Alle unsere Studierenden können nicht nur Theorie, sondern zum Beispiel auch Rohrverbindungen pressen.“ Ein Schwerpunkt werden die modernen Klimaschutztechniken sein. Großen Stellenwert wird auch die Elektrotechnik einnehmen.

Interessenten, die einen für das duale Studium erforderlichen Ausbildungsplatz suchen, können sich unter 0421/30500-137 oder via Mail an roes.guenter@hwk-bremen.de wenden. (pm/bel)

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